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KUKA verkaufen


01.09.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die KUKA-Aktie (ISIN DE0006204407 / WKN 620440) weiterhin mit "verkaufen" ein.

Mitte Juli habe die Gesellschaft eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Ausschlaggebend dafür seien außerordentliche Belastungen aufgrund von Rückstellungen für die Schließung von zwei Standorten in Frankreich gewesen, die vornehmlich für die Automobilindustrie produzieren würden und schon in 2008 Schwächen gezeigt hätten. Die gebildeten Rückstellungen würden sich auf 13 Mio. EUR belaufen. Weitere Belastungen entstünden im laufenden Geschäftsjahr durch den Verfall von steuerlichen Verlustvorträgen durch die Überschreitung der 25%- Grenze von Grenzebach. Hieraus resultiere eine Belastung von 10 Mio. EUR.

Die Auftragseingänge des KUKA-Konzerns seien im ersten Halbjahr 2009 mit 466,9 Mio. EUR um 36,6% unter dem Vorjahreswert zurückgeblieben. Positive Signale seien nach Erachten der Analysten aber vom Auftragseingang in Q2 ausgegangen. Dieser habe bei 253 Mio. EUR und damit "nur" um 23,8% unter dem Niveau des Vorjahresquartals gelegen. Der Auftragseingang habe sich zudem im Vergleich zum Vorquartal deutlich verbessert. In Q1 habe er bei 213,7 Mio. EUR (-47,1% ggü. Vorjahr) gelegen.

Die Umsatzerlöse zum Halbjahr hätten mit 437,7 Mio. EUR das Niveau des Vorjahres um 24,7% unterschritten. Im zweiten Quartal hätten die Umsätze nochmals leicht unter dem Niveau aus Q1 gelegen. In den beiden Geschäftsbereichen Robotics und Systems seien die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten gegenüber Vorjahr nahezu im selben Umfang gesunken. Bei Robotics seien die Umsatzerlöse um 24,7% auf 169,0 Mio. EUR zurückgegangen; Systems habe einen Rückgang um 25,7% auf 282,8 Mio. EUR verzeichnet.

Zum Halbjahr habe das EBIT bei -22,9 Mio. EUR nach +32,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum gelegen. Diese würden sich auf etwa -10 Mio. EUR infolge des schwachen operativen Geschäfts und auf die oben erwähnten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 13 Mio. EUR verteilen. Während im 1. Halbjahr der Geschäftsbereich Robotics ein leicht negatives EBIT von -2,0 Mio. EUR erwirtschaftet habe, sei das Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs Systems in Höhe von -15,4 Mio. EUR auch durch die außerordentlichen Rückstellungen für Restrukturierungen im Ausland deutlich negativ beeinflusst gewesen.


Wichtigstes strategisches Ziel der Gesellschaft, ob unter alter oder neuer Führung, werde der Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit der General Industry sein bei gleichzeitiger Absicherung des Kerngeschäftsfeldes Automobilindustrie. In der General Industry sollten vor allem Bereiche wie Flugzeugbau und Solarindustrie die Expansion voranführen.

Im Bereich Robotics sei es Ziel der Gesellschaft, ihren Marktanteil in der General Industry mittel- bis langfristig von aktuell 10% auf 20% zu steigern. Der Geschäftsbereich KUKA Systems werde ebenfalls in der General Industry expandieren und dort die oben angesprochene Luftfahrtund Solarindustrie verstärkt ins Visier nehmen. Regional sehe KUKA die besten Wachstumschancen in den Industrieregionen Amerika und Asien. Dabei diene der Bekanntheitsgrad der Marke KUKA in der Automobilindustrie als "Türöffner" für die General Industry.

Hauptzielmärkte des Geschäftsbereichs Robotics in Amerika und Asien seien die Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie, die Metallbe- und -verarbeitung sowie die Logistik. Eine Weitere Branche, in der die Gesellschaft ein großes Marktpotenzial sehe, seien die Luftfahrtindustrie (Systems). Hier sei die Gesellschaft aktuell dabei, sich als strategischer Lieferant bei Airbus, Boeing und im drittgrößten Flugzeugherstellermarkt Brasilien zu etablieren.

Referenzaufträge für die Lieferung eines kooperierenden Robotersystems zur Montage von cfk-Teilen bei dem neuen "Dreamliner 787" von Boeing sowie für eine integrierte Montagelinie für den Rumpf eines Flugzeugmodells von Northrop Grumman hätten bereits gewonnen werden können. Auch die Solaraktivitäten würden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und das Anlagenportfolio um die Produkte Wafer und Zelllinien erweitert.

Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen KUKA auf der einen Seite und Grenzbach sowie auch Wyser Pratte auf der anderen Seite und den erhobenen Vorwürfen, die General Industrie werde nicht intensiv genug angegangen, könne man natürlich gespannt sein, wie die Entwicklung vonstatten gehe, wenn Grenzbach seine Interessen durchgesetzt habe.

Für das Gesamtjahr 2009 erwarte KUKA vor außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen ein ausgeglichenes EBIT und einen ausgeglichenen Free Cash-flow. Unter Berücksichtigung der außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen gehe KUKA allerdings von einem deutlich negativen EBIT aus. Dies würde ein operatives Ergebnis von +10 Mio. EUR im zweiten Halbjahr implizieren. Diesbezüglich seien die Analysten in ihren Modellen etwas pessimistischer. Ebenso würden sie nicht ausschließen, dass weitere Belastungen infolge von Restrukturierungsmaßnahmen anfallen würden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die KUKA-Aktie unverändert mit dem Rating "verkaufen" und erhöhen ihr Kursziel von 7,50 EUR auf 9,00 EUR. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2009" vom 01.09.2009) (01.09.2009/ac/a/d)




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